29,00 €
Wer sind Sie denn wirklich, Herr Gasbarra?
Eine Vatersuche auf zwei Kontinenten
  • 873-DE
  • 978-88-7283-873-0

Ein Mann mogelt sich durch den Zeitspalt zwischen Kommunismus und Faschismus, glitscht durch die Leben liebender Frauen. Gabriel Heim erzählt die faszinierende Geschichte seines Vaters, der dem Sohn zumindest eine starke, erst spät aufgetauchte Schwester geschenkt hat. Was für ein bewegendes, großartig recherchiertes Buch.

Ursula Krechel, Trägerin Deutscher Buchpreis

Kommunist, Faschist, Lebemann

Felix Gasbarra (1895–1985) war Berliner, Italiener, Autor, Dramaturg, Übersetzer, arbeitete mit Bert Brecht und schrieb Reden für Mussolini. Erst über eine Seekiste in Brasilien erfährt Gabriel Heim, wer sein Vater wirklich war.

Gasbarra und seine Frau, die Künstlerin Doris Homann, arbeiteten mit dem Who‘s who der Berliner Kulturszene der 1920er-Jahre. Mehrmals wurde Gasbarra inhaftiert, nach seiner Auswanderung nach Rom 1933 trat das ehemalige KPD-Mitglied den Faschisten bei. Zu Kriegsende wechselte er erneut die Seite und kam mit den Alliierten nach Bozen, wurde dort Pressezensor und verfasste Hörspiele. 1948 zerbrach die Ehe, Homann zog nach Brasilien. Dort findet der uneheliche Sohn viele Jahre später endlich Zeugnisse seines Vaters.

» spannende Zeitreise durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

» Schauplätze Berlin, Rom, Bozen, Brasilien

» Das Paar verkehrte und arbeitete mit Erwin Piscator, Franz Jung, Klaus Mann, Walter Mehring, Käthe Kollwitz, Wassily Kandinsky u. a. m.

Zur Pressemappe

Rezensionen:

Schillernde Zeitgeschichte: Alle Wetter!

Thomas Leitner, Der Falter

Ein Schicksal, das die Zwiespältigkeit des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.

Kulturzeit, 3sat

Was für eine Lebensgeschichte!

Arthur Honegger, SRF 10 vor 10

Heim gelingt es, die unheimliche Karriere eines politischen Chamäleons vor Augen zu führen; niemals wertend, stets mit der gebotenen Distanz und mit klarem Blick.

Ralf Höller, nd.Der Tag

Ein irres Leben. Wäre es ein Roman, würde man dieses kurvige Leben eines talentierten Opportunisten für unglaubwürdig halten.

Georg Mair, ff – Das Südtiroler Wochenmagazin

Ohne direkte Wertung, sachlich und mit einer verständlichen Distanz blickt Heim auf das unstete, rätselhafte Leben seines Vaters. Entstanden ist ein faszinierendes Memoir.
Petra Reich, LiteraturReich.de

Gabriel Heim gelingt es, das faszinierende, aber auch zwiespältige Leben seines Vaters Felix Gasbarra, den er nicht kennengelernt hat, zu enthüllen.

Kathrin Schwarz, We read Indie

Die Wandlungen und Seitenwechsel Gasbarras zu erzählen und Gründe dafür zu suchen – ohne dabei rechtfertigend zu werden – ist Gabriel Heims großes Verdienst.

Irene Zanol, Literatur in Tirol

Wer sind Sie denn wirklich, Herr Gasbarra?
Gabriel Heim
Eine Vatersuche auf zwei Kontinenten
873-DE
978-88-7283-873-0

Technische Daten

13,5 × 21 cm | 384 Seiten
Ladenpreis: Euro 29,00 [I]; 32,00 [D/A]
Gabriel Heim
Hardcover mit Schutzumschlag
    5.03.2024

    Wer sind Sie denn wirklich, Herr Gasbarra?

    Lesung und Gespräch mit Gabriel Heim und Lina Gafner

    Historische Biografien haben Konjunktur, das geschriebene Leben fasziniert. Aber welche Lebensgeschichten sind überhaupt erzählbar? Und wie geht man mit der Geschichte um, wenn man das Leben der eigenen Familie rekonstruiert?

    Die Historikerin und Kulturvermittlerin Lina Gafner und der Autor und Regisseur Gabriel Heim diskutieren über Vatersuche, Frauengeschichten und die Kraft von Lebensgeschichten im Spannungsfeld zwischen historischer Wahrheit und wahrhaftiger Fiktion.

     

    Moderation: Bettina Spoerri, promovierte Literaturwissenschaftlerin, Autorin, Verlegerin

     

     

    Eintritt: 20 CHF / Zu den Tickets

     

    Ort: Landesmuseum Zürich, Auditorium Willy G. S. Hirzel | Museumstrasse 2, 8001 Zürich (CH)
    Zeit: 18:30 Uhr
    1.03.2024

    Wer sind Sie denn wirklich, Herr Gasbarra?

    Lesung und Gespräch mit Gabriel Heim

    Lange Zeit wusste Gabriel Heim nichts über seinen Vater. Seine Mutter, die Schauspielerin Ilse Heim, hütete eisern ihre Geheimnisse. Ihre große Liebe, der Vater von Gabriel, Felix Gasbarra, war italienisch-deutscher Herkunft, machte politisches Theater, übersetzte, arbeitete mit Bert Brecht zusammen, schrieb Reden für Mussolini. Er hatte alle Spuren verwischt und vernichtet, wie Heim viel später erfuhr. Immerhin fand er nach dem Tod seiner Mutter heraus, dass er Halbschwestern väterlicherseits haben musste. Spuren führten nach Brasilien, doch fündig wurde Heim nicht. Erst eine Meldung auf Facebook mit der Frage nach einer möglichen Verwandtschaft brachte schließlich eine große Seekiste zum Vorschein und damit Licht ins Dunkel – teilweise zumindest. Heim war inzwischen fast 70 Jahre alt. Was macht eine solche Geschichte mit einem? Der Autor gibt Auskunft und liest aus seinem Buch „Wer sind Sie denn wirklich, Herr Gasbarra?“.

     

    Moderation: Anne-Lise Hilty.

     

    Eintritt inkl. Apéro: 7.– mit Bibliothekskarte oder Karte Bider & Tanner; 10.– ohne Karte. Kein Vorverkauf, Tickets direkt vor Ort erhältlich.

     

    In Kooperation mit der Fachstelle Gender und Bildung der reformierten Kirche BL.

    Ort: Stadtbibliothek Basel | Im Schmiedenhof 10, 4000 Basel (CH)
    Zeit: 19:00 Uhr

Verwandte Produkte