Ab den 1960ern wurde Südtirol zum Tourismuslabor: Aus Bauern wurden Hoteliers und Skilehrer, stille Täler mutierten zu Bühnen einer neuen Erlebnisgesellschaft – bis Anfang der 1980er die Spekulationsblase platzte. Der Blick zurück zeigt, wie Südtirol mit einem als typisch gedachten Angebot an Souvenirs, Musik und Kulinarik zur Marke wurde. Gleichzeitig wusste auch die Bevölkerung die neu entstandenen Lifte, Freibäder und Diskos zu schätzen.
Im ganzen Land wurden rund 90 Tourismuspionier*innen, Kellner*innen und Köch*innen sowie Kinder der Boom-Generation im Rahmen eines Forschungsprojekts des Landesmuseums für Tourismus (Touriseum) interviewt. Die zahlreichen O-Töne machen nicht nur diese Schwellenzeit lebendig, sondern offenbaren auch die Wurzeln gegenwärtiger Problemstellungen – von Fragen der Lebensqualität bis hin zum Overtourism.
» Ein wort- und bildstarker Essay über das touristische Wirtschaftswunder und seine Schattenseiten
» Mit vielen historischen Fotos und farbenfrohen Werbesujets
» Mit einer Einleitung von Hans Heiss und Miniaturen zur globalhistorischen Einordnung von Adina Guarnieri
Ein prächtig illustrierter und gleichermaßen informativ und liebevoll geschriebener Maxi-Essay Kai-Uwe Digel, Beilage „Freunde pur“ der Süddeutschen Zeitung
Den Autoren gelingt ein an Recherchetiefe, Bebilderung und Erzählfreude kaum zu überbietender Einblick in eine lokale Tourismusgeschichte, die gleichzeitig auch einen allgemeinen Umbruch vermittelt. Matthias Dusini, Falter
Das Buch strotzt von fotografischen Leckerbissen aller Art. Helmuth Schönauer, Südtiroler Tageszeitung
Anschaulich und mithilfe von oral history anekdotenreich erzählt. Stefan Fischer, Süddeutsche Zeitung
Die Autoren Paul Rösch und Patrick Rina präsentieren im Gespräch mit Ingrid Beikircher, Hans Berger und Gottfried Strauß ihr Buch „Wilde Jahre. Tourismus in Südtirol 1961–1983“.