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„Man kann das Nildelta nicht beschreiben;
es ist dort ein Zaubergarten; man muss sehen und fühlen.“
Der Historiker und Orientalist Jakob Philipp Fallmerayer (1790–1861) notiert diesen Satz im November 1831 auf seinem Weg nach Kairo. Doch der Blick des gelehrten Reisenden beschränkt sich nicht auf die Schönheit der Landschaft ...
Als Begleiter des russischen Grafen Alexander Ostermann-Tolstoi reist Fallmerayer von Alexandria durch Ägypten und den Nil hinauf bis Wadi Halfa im heutigen Sudan. In seinem Tagebuch hält er fest, was ihm unterwegs begegnet: Landschaften und Menschen, Tempel und Inschriften, Wetterumschwünge, Krankheiten und Reisekosten, aber auch eigene Sehnsüchte und Selbstzweifel. Daneben dokumentiert Fallmerayer auch die Armut, politische Willkür und die sozialen Verhältnisse.
Der vorliegende Band macht Fallmerayers Reisetagebuch von 1831/1832 erstmals in einer neu bearbeiteten Fassung zugänglich. Er erschließt damit nicht nur eine historische Reise, sondern auch die Perspektive eines genauen, widersprüchlichen und stets kritisch urteilenden Beobachters.
Bearbeitet von Isabel Grimm-Stadelmann und Alfred Grimm
Der erste Band eines Editionsprojekts des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum und der Ludwig-Maximilians-Universität München