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Die drei Kühe
  • 425-DE
  • 978-88-7283-425-1

Egon Erwin Kisch war „der rasende Reporter“ und eine der schillernden Figuren im literarischen Betrieb der Weimarer Republik. In zahlreichen Reiseberichten porträtierte er die großen Veränderungen seiner Zeit mit einem bis dato unerreichten Gespür für das Unscheinbare und Außergewöhnliche. Als Berichterstatter aus dem Spanischen Bürgerkrieg veröffentlichte Kisch 1938 die Geschichte des jungen Tiroler Kleinbauern Max Bair, der seinen verschuldeten Hof aufgegeben hatte, um gemeinsam mit drei Freunden als Freiwilliger in den Krieg zu ziehen.

Mehr als siebzig Jahre nach Erscheinen der illustrierten Erstausgabe der „Drei Kühe“ liegt nun erstmals eine authentische Neuauflage vor.
In einem umfangreichen Nachwort liefert der Herausgeber ergänzende Hintergrundinformationen und verweist auf zahlreiche literarische Parallelen zu bedeutenden Themen und Werken der damaligen Zeit. Im Umfeld der klassischen Provinzliteratur nehmen die „Drei Kühe“ eine Sonderstellung ein, nicht zuletzt aufgrund ihrer langen publizistischen Odyssee. Auf kommunistischen Pfaden gelangte der Text von Madrid über Moskau und London in zahlreiche osteuropäische Länder, bis er 1980 erstmals in einer Tiroler Kalenderschrift veröffentlicht wurde.

„A fascinating story of modern Europe, told by a writer whose name is an international by-word.“ (Werbetext zur englischen Übersetzung, London 1939)

Rezensionen:

Eine der wenigen Geschichten internationalen Formats, die einen Tiroler in den Mittelpunkt stellen.
ECHO - Tiroler Nachrichtenmagazin

Der Bozner Raetia-Verlag hat die Erzählung Kischs in einer wissenschaftlichen Edition wiederveröffentlicht, versehen mit einem ausführlichen Nachwort des Herausgebers Joachim Gatterer und einem Dokumentenanhang, der die Beziehung zwischen Kisch und seinem Protagonisten beleuchtet, sowie ein Licht auf das abenteuerliche Leben Bairs nach dem Spanischen Bürgerkrieg wirft.
The International Newsletter of Communist Studies

Mehr noch als Detailfreude und editorische Verlässlichkeit bestechen Gatterers Einsichten; er weiß über Stoff und Gestaltung wahrlich Erhellenderes mitzuteilen als die meisten Literaturwissenschaftler.
Erich Hackl, Neues Deutschland, Berlin/Die Presse, Wien

Sehr interessant und exzellent editiert und kommentiert
Karl-Markus Gauß

Joachim Gatterer stellt Egon Erwin Kischs "Drei Kühe" in erhellende Kontexte.
Prager Zeitung

[Egon Erwin Kischs] Text "Die drei Kühe", der zu Bairs Werdegang einiges beigetragen haben dürfte, gelangte von Madrid über Moskau und London in die ganze Welt. [...] 2012 besorgte Joachim Gatterer in der Edition Raetia in Bozen eine Neuausgabe. Als Illustrationen wurden wieder jene des Plakatkünstlers Amado Oliver Mauprivez aus der Broschüre von 1938 verwendet.
Der Standard, Wien

Der Raetia Verlag aus Bozen hat ein Schätzchen aus der Spanische-Bürgerkriegs-Literatur gehoben.
Buchladen zur schwankenden Weltkugel, Berlin

Tatsächlich gelingt es Joachim Gatterer mit seinem Nachwort, den großen Bogen zu schlagen, und ein überzeugendes Plädoyer für den engagierten Journalismus zu führen. [...] Das Buch ist ein Plädoyer dafür, vor unsichtbaren Mauern nicht stehen zu bleiben, sondern einfach rüberzuklettern.
RAI - Sender Bozen/Studio 3

Gatterer dokumentiert das Leben eines großen Literaten und Journalisten und dessen Aufeinandertreffen mit Max Bair. [...] eine spannende Spurensuche, die aus den Nordtiroler Alpen direkt in den Spanischen Bürgerkrieg führt.
RAI - Sender Bozen/Kulturzeit

Hinter der Geschichte steckt freilich eine ziemlich zeitlose Moral:
Seht her, so ergeht es einem Tiroler, der seine Kühe verrät und sich mit einer eigenen Meinung in die Welt hinaus begibt. - Grotesk, aufwühlend, nur allzu wahr!
Helmuth Schönauer, biblio.at

Das Hauptmotiv der Reportage, die gesellschaftliche Ungleichheit, [...] macht diesen Text aktueller und stärker an die Gegenwart anschlussfähig, als es einem lieb ist.
Forschungsinstitut Brenner-Archiv/Universität Innsbruck

Eine der interessantesten Neuigkeiten der herbstlichen Bucherscheinungen.
David Augscheller

Die "Bauerngeschichte zwischen Tirol und Spanien" ist von dem Südtiroler Joachim Gatterer herausgegeben und mit großer Sorgfalt kommentiert worden. [...] Das auffallend schön gestaltete Büchlein enthält ferner zeitgenössische österreichische Dokumente, Fotos und die Illustrationen von Amado Oliver Mauprivec aus Barcelona.
Klaus Haupt, egon-erwin-kisch.de

Ein Kapitel der deutschsprachigen Exilliteratur. Wer sich dafür interessiert und für die Geschichte der Internationalen Brigaden, dem muss das kleine Buch mit Nachdruck empfohlen werden.
Werner Abel, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Chemnitz

„Die drei Kühe“, das ist ein journalistisches Meisterstück. (...) Herausgeber Joachim Gatterer hat Kischs Reportage überdies mit einem tiefgründigen, detaillierten Text ergänzt. (...) Eine gründliche Arbeit, angefüllt mit Tatsachen. Dazu zahlreiche Fotos, ein umfangreicher Dokumententeil, eine Bibliographie. Kompliment! Kisch-Liebhaber sollten unbedingt zugreifen.
Klaus Haupt, Kulturzeitschrift Ossietzky, Berlin

Die geniale Reportage Kischs, die authentischen Illustrationen und Dokumente aber auch ein hervorragend recherchiertes Nachwort machen Gatterers Veröffentlichung zu einer besonders interessanten und wirkungsvollen "crónica apasionada", einem leidenschaftlichen Bericht ganz im Stile des katalanischen Historikers und anarchistischen Spanienkämpfers Abel Paz"
Matthias Scantamburlo, Politika 13. Jahrbuch für Politik

mitreißend und spannend
Klaus Gasperi, Stadttheater Bruneck

absolut lesenswert
[Statement] – Das Medienmagazin, Wien

Die drei Kühe
425-DE
978-88-7283-425-1

Scheda tecnica

12 x 19 | 176 pagine
Mit Illustrationen von Amado Oliver Mauprivez | Herausgegeben und kommentiert von Joachim Gatterer
Egon Erwin Kisch
Joachim Gatterer
Amado Oliver Mauprivez
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