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Wir waren keine Menschen mehr
  • 372-DE
  • 978-88-7283-372-8

Luis Raffeiner wuchs in Karthaus im Südtiroler Schnalstal in der Zeit des Faschismus auf. Ende 1939 optierte der damals 22-Jährige für Deutschland und wurde in die Wehrmacht überstellt. Als Panzerwart einer Sturmgeschützabteilung zog er 1941 in den Krieg gegen Russland. Dort erlebte er, wie er selbst sagt, „Krieg in seiner brutalen und grausamen Wirklichkeit". Eindrücke davon hielt er mit seiner Fotokamera fest, Jahrzehnte später erzählte er sie einer jungen Bekannten.

Anschaulich und prägnant schildert Raffeiner Kindheit und Jugendzeit und vor allem die dramatischen Kriegserlebnisse. Dabei bricht er mit dem Mythos der sauberen Wehrmacht und nennt die deutschen Unrechtstaten beim Namen, zum Teil auch solche, an denen er selbst beteiligt war. Der Vernichtungskrieg an der Ostfront ließ ihn gleichzeitig zu Opfer und Täter werden. Seine Erinnerungen sind keine üblichen Landsergeschichten, sondern der Beitrag eines einfachen Mannes, die Schrecken des Krieges und sein Bemühen um Anständigkeit darzustellen.

Mit umfangreichem Bildteil

Rezensionen:

Der deutsche Vernichtungskrieg aus der Perspektive eines einfachen Soldaten.
DIE ZEIT Geschichte 2/2011

Es wurde zu viel geschwiegen, zu viel glorifiziert über diesen Zweiten Weltkrieg und das Geschehen, das durch die Ideologie des Nationalsozialismus möglich geworden war. Vielleicht kann dieses Buch, das als wichtiges zeitgeschichtliches Dokument betrachtet werden muss, auch noch andere Zeitzeugen dazu bewegen zu bekennen und auszusprechen, was sie in den vielen Jahren seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verschwiegen mit sich herumgetragen haben.
Neue Südtiroler Tageszeitung

Erlebnisse, die sich so in keinem noch so fundierten Geschichtsbuch lesen lassen - ebenso wenig wie in einer der unzähligen hochwissenschaftlichen Abhandlungen über den Zweiten Weltkrieg.
Z am Sonntag, Johannes Vötter

Interessantissima testimonianza su una delle pagine più buie della seconda guerra mondiale.
Tageszeitung Alto Adige

Anschaulich und prägnant schildert Raffeiner mit Hilfe von Luise Ruatti Kindheit und Jugendzeit und vor allem die dramatischen Kriegserlebnisse.
Tageszeitung Dolomiten

Der Bericht ist trotz des zurückgenommenen Stils aufregend, lässt er doch zwischen den Zeilen das Grauen und den Wahnsinn der Ereignisse erahnen.
Buchkultur, Helmuth Schönauer

Der oft sehr beklemmende, erschütternde Bericht Raffeiners zeugt auch vom Versuch, anständig zu bleiben, in einem Umfeld, in dem es keinen Anstand und keine Menschlichkeit mehr gab. Es sind die knappen, unscheinbar daherkommenden Sätze, die einem den Atem stocken lassen.
Echo Tirol Zeitgeschichte

Anschaulich und prägnant schildert Raffeiner nun mit Hilfe von Luise Ruatti Kindheit und Jugendzeit und vor allem die dramatischen Kriegserlebnisse. Dabei bricht er mit dem Mythos der sauberen Wehrmacht und nennt die deutschen Unrechtstaten beim Namen.
Am Büchertisch, Dolomiten

Lesenswert macht das Buch das kommentierende Nachwort des Historikers Hannes Heer. Er vermag die Erinnerungen Raffeiners historisch einzuordnen und immer wieder auftretende Erinnerungslücken und das wiederholte Einnehmen der Opferposition zu erklären.
Ö1/Dimensionen, Tanja Malle

Beeindruckend die Offenheit Raffeiners über seine Erlebnisse. Tief beeindruckend das, was er erlebt hat. Nachahmenswert das Beispiel von Luise Ruatti, die die Geschichte aufgeschrieben hat.
Kundenbewertung auf www.weltbild.de

Wir waren keine Menschen mehr
372-DE
978-88-7283-372-8

Scheda tecnica

13,5 x 21 cm | 232 pagine
Aufgezeichnet von Luise Ruatti | Bearbeitet von Thomas Hanifle | Nachwort von Hannes Heer
Luis Raffeiner
Luise Ruatti
Hannes Heer
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