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Anna Maria Leitgeb
EISBLAU MIT WINSCHLIEREN
Roman

150 Seiten | franz. Broschur

12 x 19

Euro [D/A] 10; [I] 9,50 | sFr 17,50

ISBN 978-88-7283-364-3

© Edition Raetia 2010


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Anna Maria Leitgeb
EISBLAU MIT WINDSCHLIEREN
Roman

Biggi wächst im Südtirol der Sechzigerjahre auf. Das Mädchen registriert aufmerksam die Veränderungen in ihrem Umfeld und an sich selber, zuerst mit den wachen Augen des Kindes, dann mit den zunehmend erfahreneren einer jungen Frau. Es ist eine Zeit großer Umbrüche, gekennzeichnet von Spannungen zwischen unhinterfragten, autoritären Mächten und ersten Befreiungsversuchen einer jüngeren Generation, zwischen der Abschottung allem Fremden gegenüber und dem beginnenden Fremdenverkehr, zwischen materieller Armut und erstem Wohlstand. Das Auto und das Fernsehen treten in das Leben der Menschen und verändern es einschneidend. Biggi, die Lehrerstochter, verspürt die rigiden Konventionen und die Doppelmoral am eigenen Leib: die Macht und Gewalt des Vaters, die Ohnmacht der Mutter, die Sexualität, die Liebe – alles durchdrungen von der Angst, welche aus dem Nichtverstehen und Selbstdeuten entsteht.

 

"Die Mutter schlägt mich windelweich mit ihren Vorwürfen. Der Vater schlägt mich windelweich mit den Hosenträgern. Aber mit seiner Hand tut es besonders weh. Gott sieht alles. Wenn du sündigst, schlägt er dich windelweich."

 

 



Medienecho

Alles Geschriebene habe ich im weitesten Sinne des Wortes selbst "erlebt" und ist aus der mir umgebenden Realität gegriffen - so wie es im Südtirol der 1950er-/1960er-Jahre halt war. Aufklärung und Angst vor der Sexualität gingen damals Hand in Hand.

Die Reaktionen meiner Freunde und Bekannten: "Es ist an manchen Stellen ein böses Buch. Aber es ist auch ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte."

Z am Sonntag

 

Anna Maria Leitgeb erzählt die einzelnen Sequenzen mit der jeweils neuen Kraft von Jahresringen, ständig verändert sich die historische Rinde, aber der Stamm wuchert ungebremst durch die Zeit. Und auch die durchaus ironische Position der Ich-Erzählerin tut sich keinen Zwang an. Wenn die Situationen schrill und schroff sind, muss es auch die Sprache sein. Und so legt sich "Eisblau mit Windschlieren" auf alle Sinnesorgane, wie ein Sprachbalsam auf historisch raue Zeit.

Neue Südtiroler Tageszeitung, Helmuth Schönauer

 

 


 




Die Autorin

 

Weitere Bücher der Autorin:

Der Boden unter den Füßen

 

 

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